„Der Offline-Trend“ / „Eingeborene und Einwanderer im Lande Digitalia“

Die Texte „Der Offline-Trend“ und „Eingeborene und Einwanderer im Lande Digitalia“ aus dem Kurier vom 6.2.2010 befassen sich mit der Veränderung der Menschen, die digitale Medien mit sich bringen.

Der erste Text beginnt mit der Weltreise der Familie Kressl aus Wien. Diese gab den Anstoß, nicht mehr den Fernseher zu verwenden, da dieser nach neuer Meinung der Familie nur eine Zeitverschwendung sei. Die beiden Kinder fragen ebenfalls nicht mehr nach einem TV-Gerät, alle wichtigen Informationen stammen aus einem Nachrichtenmagazin, sowie dem Internet.
Auch das soziale Netzwerk Facebook wird behandelt: Nachdem der Oberösterreicher Matthias Lehner täglich drei Stunden darin verbracht und mehr als 400 Freunde „gesammelt“ hatte, wollte er einfach nur noch raus ins richtige Leben.
Allgemein geht laut Zukunftsforscher Andreas Haderlein der Trend zur Verweigerung digitaler Medien. Auch bewiesen sei, laut Neurowissenschaftler Gary Small, dass sich Gehirnzellen durch Nutzung digitaler Geräte allmählich verändern. So sei beispielsweise für Betroffene die Aufmerksamkeitsspanne niedriger oder es sei schwieriger, andere Menschen einzuschätzen.
Der zweite Text befasst sich näher mit Gary Small. Dieser bezeichnet Kinder und Jugendliche als sogenannte „digital natives“, da sie mit Computer und Handy aufgewachsen sind. Ihnen gegenüber stehen die „digital immigrants“, welche den Umgang mit diesen Geräten erst im erwachsenen Alter gelernt haben. Oben genannte Theorien über die Veränderung durch digitale Medien werden hier nochmals bekräftigt.

Da ich mich selbst als „digital native“ einschätzen würde, stellt es kein großes Hindernis dar, genannte Thesen ebenfalls zu bekräftigen oder zu widerlegen.

Beginnen wir mit der Behauptung Gary Smalls, digitale Medien würden die Aufmerksamkeitsspanne verringern. Aus persönlicher Erfahrung kann ich dieser zumindest zum Teil zustimmen. Zwar kann ich keinen direkten Rückschluss auf Medien bestätigen, dennoch kann ich feststellen, dass sowohl meine eigene Aufmerksamkeit sehr leicht zu durchbrechen ist, als auch die von diversen Kollegen, die ähnlich aufwuchsen.

Jedoch gestaltet sich eine Befürwortung von Smalls zweiter These etwas schwieriger. Menschen einzuschätzen oder vernünftig mit ihnen umzugehen stellt für die „Computergeneration“ kein nennenswertes Problem dar. Selbst wenn man eine überdurchschnittliche Zeit an einem digitalen Gerät verbringt, der Kontakt zu anderen bleibt immer bestehen, ohne Menschen gäbe es weder Fernsehen noch Internet. Auch wenn man seinen Gesprächspartner beispielsweise nicht sehen kann, ist es dennoch leicht möglich Persönlichkeit, sowie bestimmte Eigenarten oder Gesten zu deuten.

Ein komplett anderes Thema behandelt die oben genannten Familie Lehner. Ist es sinnvoll, bestimmte Medien abzulehnen? Ein soziales Netzwerk wie beispielsweise Facebook ist in den Grundzügen nämlich absolut nichts schlechtes. Es bietet Möglichkeiten, die einem andere Kommunikationsmethoden nicht bieten. Man kann auf einfachem Weg alte Bekannte wiederfinden oder neue entdecken. Völlig kostenfrei kann man diesen Nachrichten senden und sich somit unterhalten. Andere Plattformen bieten ebenfalls die Möglichkeiten miteinander zu sprechen oder sich in einer Webcam zu betrachten. Ist es also unmöglich, bestimmte Leute im realen Leben zu treffen, sind soziale Netzwerke eine gute Hilfe. Auf der anderen Seite sollten Realkontakte jedoch ebenfalls nicht zu kurz kommen.

Schlussendlich sei gesagt, dass digitale Medien durchaus als Bereicherung angesehen werden können, solange diese nicht im Übermaß verwendet werden. Aus persönlicher Sicht würde ich diese auch in Zukunft gerne verwenden wollen und nicht ablehnen.

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